Sonntag, 30. Juli 2017

Als das Leben mich aufgab - Ney Sceatcher






Als das Leben mich aufgab
Ney Sceatcher
Jugendbuch ab 14
Zeilengold Verlag
ISBN 978-3946955023
Rezensionsexemplar als eBook


Inhalt

Als das Leben mich aufgab, war ich 16 Jahre alt und trug keine Schuhe... Keine Ahnung, wie ich gestorben bin oder wie ich heiße, aber ich nenne mich Mai. Ja, richtig, wie der Monat. Im Jenseits wollten sie mich nicht haben. Zu viele unerledigte Dinge, haben sie gesagt. Darum stehe ich jetzt hier mit einer Handvoll Briefe an Menschen, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Doch möchte ich das überhaupt? Möchte ich meine Vergangenheit wiedererwecken? Wissen, wer ich war, wen ich liebte und wie ich starb? Eigentlich nicht und doch wird diese Reise mir im Tod mehr über das Leben lehren, als es das Leben selbst je gekonnt hat.

Mit ihrer sehr intensiven und einfühlsamen Betrachtung des Todes öffnet Autorin Ney Sceatcher ihren Lesern die Augen für die wesentlichen Dinge des Lebens.

Tief berührend

Das Buch hatte es mir von Anfang an angetan, ich hatte öfters überlegt, ob ich mich für ein RE bewerben sollte, aber dachte mir dann, dass ich da bestimmt keine Chance hab.
Dann hat der Verlag einen Aufruf für Blogger gestartet und ich dachte mir „wenn nicht jetzt, wann dann?“ Also habe ich eine kleine ehrliche Bewerbung geschrieben und ich habe wirklich das eBook bekommen. Das hat mich wirklich sehr gefreut! Denn die Leseprobe ist echt schon super und verspricht eine gute Story.

Erst mal muss ich sagen dass sich die Story am Anfang etwas zieht, irgendwie fand ich den Faden nicht. Aber den Faden fand ich nach der Hälfte wieder.

Mai soll Briefe an Personen verteilen an die sie sich gar nicht mehr erinnern kann, denn sie kann sich gar nicht mehr an ihr Leben erinnern. Sie weiß nicht mal wie sie heißt und nennt sich einfach Mai. Sie wirkt überfordert und weiß gar nicht wo sie beginnen soll und bekommt zum Glück Hilfe, zusammen mit Naoma begibt sie sich auf die Reise zu sich selbst. Mit jedem Brief den Sie übergibt kommt sie sich selbst ein wenig näher und manche Erinnerungen kommen wieder. Schmerzliche und auch schöne, aber das Gesamtbild kann sie immer noch nicht erfassen, was sie auch manchmal frustriert. Der letzte Brief ist ihr bis zum Ende einfach ein großes Rätsel.

Am Anfang ist das Buch noch leicht und locker, aber ich finde es verändert sich, je weiter es zum Ende kommt. Um dann ernst und tiefgründig zu werden.
Am Ende fügt sich das Bild zusammen und ich muss sagen, dass die letzten 50 Seiten mich emotional berührt haben. Ich hatte lange kein Buch mehr was das geschafft hat. Ich hatte Tränen in den Augen, Mais Geschichte ist einfach so traurig, wie sie starb. Sie war doch erst 16, ich kann es nicht in Worte fassen.
Am Schluss müsste man den Titel ändern, denn alles ist anders als Mai es erwartet hatte.
Die letzten Seiten haben mich einfach tief berührt und ich musste das Ganze erst mal sacken lassen und darüber nachdenken.

Das Buch ist tiefgründig und berührend!
Ich kann eine klare Leseempfehlung abgeben, haltet die Taschentücher am Ende bereit, es wird euch zu Tränen rühren.

5 von 5 Punkten

Zur  Leseprobe
Hier könnt ihr es direkt beim Verlag kaufen und ein bisschen im Programm stöbern. Der Verlag ist noch recht neu, daher sind noch nicht so viele Bücher im Programm Zeilengold Verlag

Mittwoch, 12. Juli 2017

Der Nebel - Stephen King





Der Nebel
Stephen King
Kurzgeschichte
aus „Blut“
Heyne EBOOK
STORY SELECTION NO. 27
Rezensionsexemplar

Inhalt
Nach einem schweren Sturm machen David Drayton und sein Sohn Billy Besorgungen im nächstgelegenen Supermarkt. Auf einmal zieht ein unheimlicher Nebel auf, und sie sind mit anderen Einheimischen im Laden gefangen. Unheimliche Wesen lauern draußen in den wabernden Schwaden. Die Nerven der Anwesenden liegen zunehmend blank – ist das Gottes Strafe für ihre Sünden, die nur durch Menschenopfer gebüßt werden können? Die Draytons und ein paar andere wagen den Ausbruch ...

Düster und beklemmend

Diese Kurzgeschichte wird mal wieder dem King gerecht. Eine düstere Atmosphäre die uns als Leser auch die Gesellschaft vor Augen führt!
Die Geschichte ist vom Anfang bis zum Ende voller Spannung und es lässt einen einfach nicht mehr los.
Die Charaktere sind vielschichtig und gut ausgearbeitet, King hat sich hier viel Mühe gegeben.
Mal wieder eine grandiose Kurzgeschichte.

5 von 5 Punkten

Freitag, 7. Juli 2017

Niemand wird sie finden - Caleb Roehrig






Niemand wird sie finden
Caleb Roehrig
Jugend-Thriller
ab 14 Jahre
cbj Verlag
ISBN 978-3570173343


Inhalt

Flynns Freundin January ist verschwunden. Die Polizei vermutet ein Verbrechen und stellt Fragen, die Flynn nicht beantworten kann. Alle Augen sind auf ihn gerichtet, schließlich war – ist – er ihr Freund und sie waren in der Nacht vor ihrem Verschwinden zusammen …
Ein grausamer Mord scheint die naheliegende Erklärung zu sein. Doch die Aussagen von Mitschülern und Freunden zeichnen ein völlig fremdes Bild von dem Mädchen, das Flynn so gut zu kennen glaubte. Er muss herausfinden, was mit January geschehen ist, ohne dabei zu verraten, dass er ebenfalls ein Geheimnis hat. Vor seinen Eltern. Vor seinen Freunden. Und vor allem vor sich selbst …

Spannender Jugendthriller

Es war ein guter Jugendthriller, hat mich gut unterhalten und ich finde es auch spannend, aber nicht zu sehr. Wirklich gut getroffen für ein Jugendthriller.
Flynn, der auf eigene Faust ermittelt und dadurch die ganze Sache aufdeckt. Naja, natürlich ist das eher ungewöhnlich, dass ein Jugendlicher der Polizei den Job abnimmt und auch besser ermittelt. Aber das macht das Buch dadurch nicht schlechter. Hat was von Nachwuchsdetektiv.

Am Ende fand ich die Story etwas dünn, aber es passt irgendwie. Es ist ja ein Jugendthriller und kein hochkomplexer Psychothriller für Erwachsene. Denn irgendwie fand ich das Ende etwas konstruiert.

Ich verstehe auch gar nicht warum January so gehandelt hat. Warum hat sie so schlecht über Flynn gesprochen? Was hat sie sich davon versprochen? Irgendwie kam da keine Lösung für mich.
January als Person konnte ich nicht fassen und eigentlich wird auch gar nicht richtig klar was sie für ein Charakter ist.

Flynn ist sympathisch und ein typischer Teenie, mit typischen Teenieproblemen. Eine nette Nebenhandlung die sich gut einfügt stellt sein eigenes Problem dar. Mir gefällt auch seine Hartnäckigkeit, dass er trotzdem weiter forscht, obwohl January ihn so unglaublich schlecht gemacht hat vor Ihren Freunden.
Vielleicht war das Ihr Plan? Dass er nicht weiter nach ihr suchen sollte, weil er so enttäuscht ist über ihr handeln und sie einfach nicht mehr finden will.

Es liest sich leicht und flüssig, ich habe ihn auch schnell durch gehabt. Mir hat der Jugendthriller gut gefallen und auch positiv überrascht.
Ich kann es empfehlen.


4 von 5 Punkten


Donnerstag, 6. Juli 2017

BUCHVORSTELLUNG


Das zweite Gesicht von Rachel Urquhart
Roman


Massachusetts 1842: Die 15-jährige Polly zündet die heimische Farm an, ihr brutaler Vater kommt in den Flammen um. Polly und ihr Bruder müssen fliehen und finden Zuflucht in einer Shaker Gruppe. In dieser religiösen Gemeinschaft mit strengen Regeln wähnt sich Polly sicher vor den Nachstellungen des Privatdetektivs Simon Pryor, der den Fall aufklären soll. In der jungen Shaker-Schwester Charity findet sie eine Freundin und Verbündete. Doch als Polly sich in den Augen der Gemeinschaft als „Seherin“ erweist, als eine Auserwählte mit mystischen Visionen, beobachtet man sie auch hier mehr als genau. Wird Polly unter diesen Umständen weiter ihre wahre Geschichte verheimlichen können?
»gut geschrieben«
Westfälische Rundschau (27.05.2017)

Mir wurde das Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt und das hat mich sehr gefreut.
Leider ist der Schreibstil nichts für mich, denn der ist dem Jahrhundert angepasst. Und ich hätte mir gerne etwas mehr Spannung erhofft.

Hier der Link zum Buch!